Aktuell (Stand 2026) bietet der Exportdialog in Lightroom Classic folgende Dateiformate:
| Format | Wofür geeignet | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| JPEG | Web, Social Media, Weitergabe an Kunden, Standarddruck | Universell kompatibel, kleine Dateigröße, einstellbare Qualität/Komprimierung | Verlustbehaftet (Qualitätsverlust bei jedem erneuten Speichern), nur 8 Bit Farbtiefe, keine Transparenz |
| PSD | Weiterbearbeitung in Photoshop, Compositing mit Ebenen | Behält Ebenen, Masken, Smartobjekte; verlustfrei | Große Dateien, kein Web-Standard, Adobe-spezifisch |
| TIFF | Druckvorstufe, Archivierung, Weitergabe an Verlage/Labore | Verlustfrei (oder komprimiert ohne Qualitätsverlust), 8/16 Bit, breite Profi-Akzeptanz | Sehr große Dateien, für reines Web ungeeignet |
| PNG | Web-Grafiken mit Transparenz, Screenshots, Logos/Overlays | Verlustfrei, unterstützt Transparenz | Für Fotos oft größere Dateien als JPEG ohne echten Qualitäsgewinn |
| DNG | Archivierung von RAW-Daten, Weitergabe der Rohdaten inkl. Bearbeitungsschritten | Offenes Adobe-Rohdatenformat, behält alle RAW-Infos und Metadaten/Entwicklungseinstellungen | Kein „fertiges“ Bild zum Anzeigen, nur für RAW-Workflows sinnvoll |
| JPEG XL | Web/Teilen, vor allem für HDR-Bilder | Bessere Kompression als JPEG bei gleicher Qualität, höhere Bittiefe, HDR-fähig | Browserunterstützung 2026 noch sehr eingeschränkt (im Grunde nur Safari) – für Blogs aktuell riskant |
| AVIF | Web/Teilen, HDR-Bilder | Sehr gute Kompression, moderner werdender Web-Standard, HDR-fähig | Codierung/Decodierung rechenintensiver, Kompatibilität variiert je nach CMS/Plattform |
| Original | 1:1-Kopie ohne Konvertierung | Keine Qualitätsveränderung, schnellste Option | Keine Größenanpassung/Formatkontrolle, Bearbeitungen bei RAW nur als Sidecar, nicht „eingebrannt“ |
| PSB (bei sehr großen Dateien über den PSD-Grenzen) | Panoramen/Composite-Riesenbilder | Wie PSD, aber ohne Größenlimit | Nur für Spezialfälle relevant |
JPEG bleibt 2026 noch die sicherste Wahl für das Web. AVIF lässt sich parallel anbieten, wenn das CMS <picture>-Fallbacks unterstützt. TIFF/PSD/DNG sind eher für das Archiv bzw. die Weiterverarbeitung in Photoshop interessant, nicht für die Veröffentlichung.
Unterstützte Farbräume beim Export
Lightroom Classic arbeitet intern immer in einem sehr großen, an ProPhoto RGB angelehnten Farbraum (16 Bit). Erst beim Export wird der Ziel-Farbraum festgelegt:
| Farbraum | Umfang | Wofür geeignet | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| sRGB | kleinster der drei Standardräume | Web, Social Media, die meisten Blogs, normale Bildschirme | Praktisch überall korrekt, kein Nachbearbeitungsrisiko | Kann kräftige Grün-/Cyantöne (z. B. Laub, Wasser) leicht „kappen“ |
| Adobe RGB (1998) | größerer Farbumfang, v. a. bei Cyan/Grün/Blau | Druck bei Dienstleistern, die diesen Farbraum ausdrücklich unterstützen | Mehr druckbare Farben als sRGB, näher am Kamera-Aufnahmeumfang | Falsch dargestellt (zu blass/entsättigt), wenn Zielprogramm/Browser das Profil ignoriert – für Web ungeeignet |
| ProPhoto RGB | größter Standard-Farbraum, deckt praktisch alles ab, was Kameras aufnehmen können | Weiterbearbeitung in Photoshop, Archivierung als 16-Bit-TIFF | Kein Farbverlust, maximale Flexibilität für spätere Bearbeitung | Nur sinnvoll mit 16 Bit; bei 8-Bit-JPEG drohen Bänderungen in sanften Verläufen; von vielen Geräten/Browsern nicht korrekt interpretiert |
| Andere / benutzerdefiniertes Profil | abhängig vom gewählten ICC-Profil | Druck bei einem bestimmten Fotolabor mit eigenem Profil, CMYK-Vorbereitung | Exakte Anpassung an Ausgabegerät/Drucker möglich | Erfordert das passende Profil und Grundkenntnisse im Farbmanagement |
Praktische Faustregel
- Blog/Web: immer sRGB exportieren – das ist der De-facto-Standard, den Browser und die meisten CMS korrekt interpretieren.
- Druck: nur dann Adobe RGB oder ein spezifisches Profil wählen, wenn das Fotolabor/der Druckdienstleister das explizit empfiehlt und einen farbverwalteten Workflow anbietet.
- Archiv/Weiterbearbeitung: ProPhoto RGB nur in Verbindung mit 16-Bit-TIFF für Photoshop-Übergaben sinnvoll, nicht als Endformat.
Hinweis: Für kalibrierte Farbdarstellung sollte zusätzlich der eigene Monitor kalibriert sein – sonst können selbst korrekt exportierte sRGB-Dateien auf dem Bildschirm leicht falsch aussehen, unabhängig vom gewählten Farbraum.